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01.10.2004.Waise in Orechowo
Welche Chancen haben junge Menschen in Russland aus sozial ungesicherten Verhaeltnissen?

Wir Mitarbeiterinnen des Caritas Diocesanbueros besuchen 4 junge Frauen, die dem Waisenhaus entwachsen sind und nun selbstaendig versuchen ihren Weg zu gehen. Mit ihrer Schneiderinnenausbildung konnten sie sich in der bekannten moskaunahen Textilstadt Orechowo-Sujewo einige Chancen auf Arbeit ausmalen. In den letzten Jahren allerdings schlossen viele der grossen Textilbetriebe und die Maedchen waren schnell mit unter

den Entlassenen. Sie meinen ihre Herkunft haette auch einiges dazubeigetragen. Jemand aus dem Kinderheim kann ja nicht viel taugen, ist das gaengige Stereotyp.

Unsere Kollegin, aktives orthodoxes Gemeindeglied kennt eine der jungen Frauen, Lena - die jetzt gerade auch noch Mutter geworden ist, schon seit Jahren. Waisenkinder in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu staerken, war einmal Initiative der Gemeinde und die Verbindung ist bis heute lebendig.

Inzwischen beschliessen die Mitarbeiterinnen des Diocesanbueros, den Austausch zu intensivieren und Lena mit ihren Freundinnen regelmaessig nach Moskau einzuladen und mit ihnen gemeinsame Schritte fuer ihre weitere Berufsentwicklung und Lebensgestaltung zu gehen. Wir hoffen, dass der Wille der jungen Frauen und unsere Begleitung, die Ermutigung aber unser aller – Ideen bringt, die ihr groesstes Problem zu loesen hilft: Erwerbsarbeit.

 

 
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